Abfindungshöhe – Auflösungsvertrag

Abfindungshöhe – Auflösungsvertrag nach § 9 KSchG

Wenn der Arbeitnehmer seinen Kündigungsschutzprozess vor dem Arbeitsgericht gewinnt, stellt der Arbeitgeber häufig einen sogenannten Auflösungsantrag nach §9 KSchG, um die Weiterbeschäftgiung des Arbeitnehmers zu vermeiden.  Vorsicht!  Hierbei handelt es sich um einen Antrag an das Gericht das Arbeitsverhältnis trotz Unwirksamkeit der Kündigung aufzulösen. Wird dem Antrag stattgegeben, ist die Höhe der Abfindung im Gesetz geregelt. Diese orientiert sich dann an den Vorgaben in § 10 KSchG. Dabei gelten nach § 10 Abs. 1 und 2 KSchG folgende Höchstgrenzen:

Lebensalter des Arbeitnehmers Maximale Abfindung
Unter 50 Jahre 12 Monatsverdienste
Ab 50 Jahren und bei mindestens 15-jhäriger Betriebszugehörigkeit 15 Monatsverdienste
Ab 55 Jahren und bei mindestens 20-jähriger Betriebszugehörigkeit 18 Monatsverdienste

Die Begrenzung in § 10 KSchG gilt nur für vom Gericht festgesetzte Abfindungen.

Individuelle Abmachungen zwischen den Parteien sehen dagegen keine Grenzen in der Höhe der Abfindung vor.


 

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