Abfindung und Steuernachzahlung

ACHTUNG: Steuernachzahlung!

Bevor auf die verschiedenen Möglichkeiten Steuern zu sparen, bzw. die Abfindung optimal einzusetzen, nachgedacht werden kann (Beiträge und Verweise unten), muss darauf hingewiesen werden, dass in der folgenden Steuererklärung unter Umständen erhebliche Steuern nachgezahlt werden müssen. Diese Situation entsteht, weil der Arbeitgeber bei der individuellen Steuerzahlung ja nicht wissen kann, ob der individuelle Arbeitnehmer

  • mit seiner Ehefrau / Ehemann veranlagt wird und ein zusätzliches Einkommen bei der gemeinsamen Veranlagung berücksichtigt wird.
  • über ein zusätzliches Einkommen aus z. B. Mieteinnahmen oder Zinseinnahmen verfügt.
  • über andere Einkommensquellen (Selbstanständigkeit, z. B.) verfügt.

Durch weiteres Einkommen wird der steuermindernde Aspekt ggf. gravierend verändert.

TIPP: Sparen Sie nicht an einer Steuerberatung!

Von daher sind Betriebsräte gut beraten Ihren Kollegen ein paar Hinweise zur Vorsicht mit auf dem Weg zu geben:

  1. Die Abfindungszahlung dient dazu den Nachteil aus dem Verlust des Arbeitsplatzes auszugleichen. (nicht für andere Ausgaben!)
  2. Wie viel von der Abfindung übrig bleiben wird, wird sich erst nach der nächsten Steuererklärung zeigen.
  3. Es ist anzuraten eine steuerliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

Für die Gestaltung eines Sozialplans ist es wichtig auch steuerliche Aspekte zu berücksichtigen, z. B. die Wahl der Auszahlung der Abfindung dem betroffenen Arbeitnehmer zu überlassen, damit er seine individuelle steuerliche Situation berücksichtigen kann.

Aber der Betriebsrat kann viel weitergehend das Thema „Steuern auf Abfindung“ in die Sozialplangestaltung einfließen lassen, denn es gibt auch Steuereinsparungen, die vor dem Kündigungstermin genutzt werden können oder Formulierungen zu einer Transfergesellschaft, die viel Steuern sparen können. Sie finden diese Hinweise in unserem BLOG, aber wir bieten zu diesem Thema auch ein „Kompaktseminar“ von einem Tag an: Anfrage-Inhouse-Angebot-Steuern sparen

Sie können natürlich auch in den Verhandlungen eine Beratung nach § 80 Abs. 3 BetrVG in Anspruch nehmen.

Folgende Beiträge führen Sie zu den Steuerspartipps, bzw. Informationen:

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