Punkteschemata bei Sozialauswahl

  Die wichtigsten BAG-Entscheidungen im Überblick

   BAG vom 18.11.1990 – AZR 357/89
Alter: 1 Punkt pro vollendetem Lebensjahr(maximal 55 Punkte)
Betriebszugehörigkeit: 1 Punkt pro vollendetem Jahr der Betriebszugehörigkeit bis 10 Dienstjahre,vom11. Dienstjahr 2 Punkte pro vollendetem Jahr der Betriebszugehörigkeit(maximal 70 Punkte)
Unterhaltspflichten: 4 Punkte je unterhaltsberechtigtemKind,8 Punkte für unterhaltsberechtigten Ehegatten
Schwerbehinderung: 5 Punkte bei einem Grad der Schwerbehinderung von 50 ,über 50 jeweils 1 Punkt für 10

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Berechnung der Abfindung nach dem budgetbezogenen Divisoren-Modell

Sozialplan: Das budgetbezogene Divisoren-Modell

Im Mittelpunkt eines Sozialplans steht regelmäßig die Berechnung der Abfindungen.
Divisoren-Modelle sind eine verbreitete Form der Sozialplanberechnung.
Häufig wird dabei ein Grund- oder Sockelbetrag vereinbart. Dieser Betrag wird dann mit Hilfe von verschiedenen Formeln erhöht. » Berechnung der ... mehr

Berechnung der Abfindung nach dem Modell eines einzelfallgerechten Sozialplans

Sozialplan: Zukunftsgewandter und Einzelfallgerechter Sozialplan

(Zukunftsgewandter und Einzelfallgerechter Nachteilsausgleich: ZEN – Sozialplan)

Im Mittelpunkt eines Sozialplans steht regelmäßig die Berechnung der Abfindungen.
Der ZEN-Sozialplan ist in seiner Gestaltung aufwendiger und komplexer als andere Sozialplan-Modelle.
Er hat gegenüber allen anderen Modellen jedoch gravierende Vorteile:

  • Er entspricht im Ansatz und im Verständnis exakt der Intention des Gesetzes (§ 112 BetrVG)
  • Kein anderes Sozialplankonzept erlaubt es ein Sozialplanvolumen wirklich zu argumentieren
  • Der Begriff „einzelfallgerecht“ nimmt die Belegschaft einfach mit (Mobilisierungseffekt!)
  • Der Begriff „einzelfallgerecht“ ist in der Öffentlichkeit leicht zu vermitteln (Akzeptanzeffekt!)
  • Der Begriff „einzelfallgerecht“ macht es der Gegenseite schwer dagegen zu argumentieren
  • Die einzelfallbezogenen Nachteile lassen sich aufzeigen und berechnen! » Berechnung der ... mehr

Berechnung der Abfindung nach dem altersbezogenes Divisoren-Modell

Sozialplan: Das altersbezogene Divisoren-Modell

Im Mittelpunkt eines Sozialplans steht regelmäßig die Berechnung der Abfindungen.
Divisoren-Modelle sind eine verbreitete Form der Sozialplanberechnungen.
Häufig wird dabei ein Grund- oder Sockelbetrag vereinbart. Dieser Betrag wird dann mit Hilfe von verschiedenen Formeln erhöht.

Beispiel:
Grundbetrag (Summen zwischen 500 € und 39.000 € sind bekannt)
+
Steigerungsbetrag (nach der Formel)
Betriebszugehörigkeit (in Jahren) x Alter (in Jahren) x Monatseinkommen (Brutto)
                                                     Alters-Divisor

+
Zuschläge für Kinder Schwerbehinderte

Kriterien für das altersbezogene Divisor-Modells

Abfindungskriterien in einem Formel-Modell:

  1. Dauer der Betriebszugehörigkeit
  2. Alters-Divisor
  3. Brutto-Monateinkommen
  4. Unterhaltsberechtigte Kinder
  5. Schwerbehinderung

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Berechnung der Abfindung nach dem Faktoren-Modell

Sozialplan: Das Faktoren-Modell

Im Mittelpunkt eines Sozialplans steht regelmäßig die Berechnung der Abfindungen.
Faktoren-Modelle sind eine verbreitete Form der Sozialplanberechnungen.
Häufig wird dabei ein Grund- oder Sockelbetrag vereinbart. Dieser Betrag wird dann mit Hilfe von verschiedenen Formeln erhöht.

Beispiel:
Grundbetrag (Summen zwischen 500 € und 39.000 € sind bekannt)
+
Steigerungsbetrag (nach der Formel)
Betriebszugehörigkeit (in Jahren) x Alters-Faktor x Monateinkommen (Brutto)
+
Zuschläge für Kinder Schwerbehinderte

Kriterien für das Faktoren-Modell

Abfindungskriterien in einem Formel-Modell:

  1. Dauer der Betriebszugehörigkeit
  2. Alters-Faktoren
  3. Brutto-Monateinkommen
  4. Unterhaltsberechtigte Kinder
  5. Schwerbehinderung

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Berechnung der Abfindung nach dem Formel-Modell

Sozialplan: Das Formel-Modell

Im Mittelpunkt eines Sozialplans steht regelmäßig die Berechnung der Abfindungen.
Das Formel-Modell ist eine verbreitete Form der Sozialplanberechnungen (ca. 60% der abgeschlossenen Sozialpläne).

Häufig wird dabei ein Grund- oder Sockelbetrag vereinbart. Dieser Betrag wird dann mit Hilfe von verschiedenen Formeln erhöht.

Beispiel:
Grundbetrag (Summen zwischen 500 € und 39.000 € sind bekannt)
+
Steigerungsbetrag (nach der Formel)

Betriebszugehörigkeit (in Jahren) x Alter (in Jahren) x Monatseinkommen (Brutto)
+
Zuschläge für Kinder Schwerbehinderte

Kriterien für das Formel-Modell

Abfindungskriterien in einem Formel-Modell:

  1. Dauer der Betriebszugehörigkeit
  2. Lebensalter
  3. Brutto-Monatseinkommen
  4. Unterhaltsberechtigte Kinder
  5. Schwerbehinderung

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Berechnung der Abfindung nach dem Punkte-Modell

 Sozialplan: Das Punkte-Modell

Im Mittelpunkt eines Sozialplans steht regelmäßig die Berechnung der Abfindungen.

Punkteverfahren (ca. 18% der abgeschlosssenen Sozialpläne) werden vorzugsweise bei Sozialplänen angewendet, bei denen das Sozialplanvolumen begrenzt ist. In aller Regel durch eine Insolvenz. Darauf sollte sich die Anwendung unseres Erachtens auch beschränken. Die in Sozialplanverhandlungen häufig vom Arbeitgeber vorgetragene “Topftheorie” geht schlicht an der gesetzlichen Zielsetzung vorbei. Es kann keinen “Topf” für einen Sozialplan geben, solange die Nachteile der Betroffenen nicht ermittelt sind.

Die Nachteile des Verfahrens sind auch:

  • Der Betriebsrat ist in der Regel allein für die Verteilung zuständig. Der Arbeitgeber ist nur an der Festlegung der Höhe insgesamt interessiert. Es ist klar, dass damit alle “Verteilungskonflikte” mit den Kollegen allein vom Betriebsrat zu tragen sind.
  • Die Begrenzung des Gesamtvolumens verhindert die Umsetzung eines angemessenen Nachteilsausgleichs.
  • Kein, noch so differenziertes Punktesystem, kann eine Einzelfallgerchtigkeit herstellen.

Kriterien im Punktemodell

Abfindungskriterien in einem Punkte – Modell:

  1. Dauer der Betriebszugehörigkeit
  2. Lebensalter
  3. Unterhaltsberechtigte Kinder
  4. Schwerbehinderung

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Verhandlung eines Sozialplans?

Sozialplanverhandlung

Das Verhandlungsverfahren ist so zu gestalten, dass die Verhandlungsparteien sich insbesondere um den Ausgleich der feststellbaren oder zu erwartenden materiellen Einbußen des Arbeitnehmers im Einzelfall bemühen müssen. So muss auch eine „ Einigungsstelle … den Ausgleich der durch die Betriebsänderung entstehenden Nachteile für die Arbeitnehmer möglichst konkret vornehmen“ (BAG, vom 14.09.1994 – 10 ABR 7/94, RN 26). Dabei sind die Aussichten der Arbeitssuchenden auf dem Arbeitsmarkt nach Lebensalter, Ausbildung, Fähigkeiten, besonderen Qualifikationen, besonderen Merkmalen wie Schwerbehinderung u. ä. unterschiedlich zu berücksichtigen. Allerdings können auch pauschale Nachteilsausgleichszahlungen angemessen sein, wenn die konkreten Nachteile der Arbeitnehmer nicht prognostiziert werden können.

Erst wenn die durch die Betriebsänderung verursachten konkreten Nachteile der Arbeitnehmer ermittelt sind, ist unter Berücksichtigung von sozialplanmindernden Faktoren feststellen, ob das ermittelte Sozialplanvolumen für das Unternehmen als wirtschaftlich vertretbar anzusehen ist oder nicht.

Schema einer Sozialplankalkulation

Kalkulationsschema eines ZEN-Sozialplan

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialplan