Interner Jobmarkt federt Personalabbau ab

Beschäftigungssicherung hat immer Vorrang. Wie gut ein „interner Jobmarkt“ gelingt und welcheProbleme es dabei gibt, haben Gernot Mühge und JohannesKirsch vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) untersucht. Unternehmensinterne Arbeitsmärkte können in Umbruchphasen Jobs und Betriebsfrieden sichern. Die von den Firmen eingesetzten Vermittlungsabteilungen müssen aber mit ähnlichen Problemen kämpfen wie die Jobcenter der Bundesagentur.

Die Wissenschaftler analysierten die Arbeit von 51

internen Personalvermittlungsabteilungen, die für Unternehmen mit insgesamt 1,25 Millionen Beschäftigte zuständigsind. Obwohl nicht alle Beschäftigte eine neue Position er-
halten und es einige organisatorische Probleme gibt, kommtder Forscher zu einem positiven Schluss: „Die durch Personalvermittlung bereitgestellte Flexibilität hilft Unternehmen,Umbruchsituationen zu bewältigen, und sie hilft den Beschäftigten, ein relativ hohes Maß an sozialer Sicherheit zubewahren.“
Download des Artikel: Das Arbeitsamt im Unternehmen

Personalvermittlung im internen Arbeitsmarkt

Analyse und Handlungsempfehlungen. Reihe: Betriebs- und Dienstvereinbarungen.
Frankfurt a. M.:  Bund-Verl.  2015, ISBN: 978-3-7663-6417-3. 147 Seiten
Preis: 14,90 EUR

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Kurzbeschreibung:

„Qualifizieren statt entlassen“ – dies war oft der Ausgangsgedanke für interne Personalvermittlung in Unternehmen und Verwaltungen. Heute unterstützen  Personalvermittlungsabteilungen Beschäftigte, die ihre Stelle verloren haben, mit einem breiten Spektrum an Maßnahmen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Die  interne Personalvermittlung stellt auch Betriebs- und Personalräte vor eine anspruchsvolle Aufgabe. In dieser Auswertung geht es um verschiedene Organisationsmodelle der  internen Arbeitsvermittlung, das Zusammenspiel mit weiteren Instrumenten zur  Beschäftigungssicherung sowie den Schutz der Beschäftigten vor Risiken und  Belastungen, die mit Stellenabbau und Vermittlung verbunden sein können.

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